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Augmented Reality – Die erweiterte Realität

Wir alle kennen Augmented Reality, z.B. aus dem Fernsehen: Ein Agent dringt in ein Gebäude ein, auf seine Brille wird der entsprechende Grundriss projiziert, beim Freistoß während eines Länderspiels wird ein virtuelles Maßband zwischen den Schützen und das Tor gelegt oder es wird beim Skispringen mit einer roten Linie auf dem Schnee angezeigt, wie weit Martin Schmitt springen muss, um Erster zu werden.

 

Augmented Reality steht für „Erweiterte Realität“. Darunter versteht man die computergestützte Erweiterung der visuellen Realitätswahrnehmung. Im Gegensatz zur komplett digitalen „Virtual Reality“, wird hier das „natürliche“ Bild durch digitale Elemente bzw. durch relevante, ursprünglich unsichtbare Informationen ergänzt.

Augmented Reality wird bereits sehr vielfältig eingesetzt: Sei es bei der Montage komplexer Maschinen, in der Medizin, in der Unterhaltungsbranche, oder generell zur Navigation.

Aus meiner Sicht steht der endgültige Durchbruch im Marketing allerdings erst kurz bevor, vor allem im Online-Marketing, im Mobile-Marketing und bei allen Cross Channel Aktivitäten. Denn hier sind die Einsatzmöglichkeiten so vielfältig wie reizvoll und AR funktioniert tatsächlich auch kanalübergreifend. Hier einige Beispiele für Anwendungsmöglichkeiten:

Der erweiterbare Katalog

Möglich wäre z.B. ein Auto-Prospekt auf dem sich, wenn er in die Webcam gehalten wird, ein 3D Modell des entsprechenden Auto-Modells aufbaut. Hier gibt es nun zahlreiche Wege, die statische 2D Darstellung aus dem Prospekt zu ergänzen: Das Modell kann fahrend gezeigt werden, von innen, der Motorsound ist zu hören, die Türen gehen auf und zu und mit einer Handbewegung können die Farbe oder sogar die Felgen gewechselt werden.

Die mobile Anwendung

Smartphones wie das iPhone sind die idealen AR-Stationen: großes Display und integrierte Kamera. Durch deren starke Verbreitung ist hier das AR Potenzial besonders groß: Zum einen sind das mit Sicherheit Spielereien wie lustige Figürchen, die in die jeweilige Umgebung integriert werden können. Auf der anderen Seite sind dies Anwendungen mit einem wirklichen Mehrwert für die Nutzer, z.B. ein virtueller Reiseführer, welcher z.B. durch den Kölner Dom führt und diesen auch in früheren Stadien zeigt.

Mehr als nur eine Verpackung

Bzw. mehr als ein Produktbild. Dies ist eine interessante POS-Anwendung für alle Produkte die verpackt im Laden stehen. Statt eines einfachen Produktbildes erwartet den Nutzer wiederum ein animiertes 3D-Modell, wenn er die Verpackung vor die AR-Station hält.

Die Virtuelle Anprobe

War die fehlende Realisierbarkeit einer Online-Anprobe doch immer die Achilles-Ferse des Online-Shoppings, erlaubt es AR zumindest, sich mal schnell ein Kleindungstück virtuell überzustreifen, um zu sehen ob Form und Farbe zum Typ passen. Der Nutzer sitzt vorm Bildschirm, sieht sich, dank Webcam, selbst und die ausgewählten Kleidungsstücke wirken beinahe so, als hätte er sie angezogen. Zudem kann der Nutzer mit einer Handbewegung das nächste Kleidungsstück „überstreifen“. Natürlich ist dies nicht mit einer wirklichen Anprobe zu vergleichen, dennoch stehen die Chancen gut, mit Hilfe eines solchen Features die Retourenquote zu senken.

Fazit
Aus meiner Sicht ist Augmented Reality ein ganz wichtiger Trend für das E-Commerce und das Online-Marketing. Nachdem Bewegtbild immer beliebter wird, ist es eine logische Konsequenz, dieses durch digitale Zusatzinformationen zu ergänzen und damit den Mehrwert für die Nutzer und den so wichtigen Joy of Use weiter zu steigern.


Veröffentlicht von Florian
in Allgemein, Fachwissen, Online-Trends
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