Mainz im neuen Licht
Über die Stadt, in der man arbeitet oder lebt, weiß man meist eher die praktischen Details: Wo finde ich die Geschäfte für die von mir gesuchten Dinge, welche Kneipen haben bis spät nachts noch offen, in welchen Bus muss ich steigen, um von A nach B zu kommen etc. Nur wenige kennen sich mit geschichtlichen Details aus oder wissen, woher z.B. ungewöhnliche Straßennamen oder regionale Redensarten stammen.
Um diesem Missstand etwas entgegenzuwirken, lud netz98 nun zu einer Stadtführung der besonderen Art ein: „Die dunklen Seiten von Mainz – Worüber man in Mainz nur selten spricht“ hieß das Programm, durch das uns Sarina Hoff vom Verein Geographie für Alle bei einbrechender Dunkelheit führte. Der gemeinnützige Verein hat es sich auf die Fahne geschrieben, Stadtführungen der ungewöhnlichen Art durchzuführen – und so vielfältig waren auch die Namen der Touren, die angeboten wurden.
Was wir an diesem Abend in der Mainzer Altstadt lernten, reichte vom ersten Zuchthaus bis zum alten Rotlichtviertel und von der Explosion des Pulverturms bis zum Bischofsmord. Und da die Wahl zwischen den vielen unterschiedlichen Touren vorher nicht leicht gefallen war, wird es sicher auch noch eine weitere Stadtführung der netz98er geben – diesmal vielleicht über Burgen und Schlösser, über die Meenzer Fassenacht oder über Kriminalverbrechen.

Ein Giebelstein des Mainzer Pulverturms, der bei der Explosion desselbigen 1857 etwa 470m weit bis zum Ballplatz geschleudert wurde. Bild: Wikimedia Commons

Maria
19. Mai 2011 um 16:48Super Sache. Ich finde es wichtig, dass man die Geschichte der Stadt kennt, in der man lebt.